Atemschutz-Lehrgänge starten wieder

15. August 2021
Lehrgang
Nach einer Corona-Zwangspause wurden wieder Atemschutzgeräteträgerlehrgänge im Berchtesgadener Land durchgeführt. Die Digitalisierung hielt auch hier Einzug. Erstmals wurden Inhalte auch als e-learning vermittelt.

Unter Leitung der Kreisbrandinspektion werden im Landkreis Berchtesgadener Land jährlich rund 50 neue Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Im Jahr 2020 endete die Ausbildung aufgrund der Corona-Pandemie abrupt. Die Zeit der Lockdowns wurde intensiv genutzt um den Atemschutzgeräteträgerlehrgang auf neue Beine zu stellen. Zudem wurde ein Hygienekonzept erarbeitet, das einen sicheren Lehrgangsbetrieb sicherstellt.

Ein wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung ist das neu geschaffene e-learning. Durch die Unterstützung der Sparkassen-Bürgerstiftung sowie der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG war eine professionelle Umsetzung des e-learnings möglich. Bereits vor Beginn des Präsenzteils werden die Feuerwehrkräfte dadurch digital auf den Lehrgang vorbereitet.

Im Juni und Juli starteten nunmehr insgesamt vier Lehrgänge, die erstmals in Teilen dezentral an den Standorten Bayerisch Gmain, Marktschellenberg und Weildorf durchgeführt wurden. An einzelnen Lehrgangstagen wurde zudem in Freilassing und Laufen ausgebildet. Auch die Atemschutzübungsstrecke der Landesfeuerwehrschule Salzburg sowie der Brandübungscontainer des Freistaates Bayern in Burghausen wurden zur Ausbildung genutzt.

Neben den theoretischen Grundlagen nahmen die praktischen Lehrgangsteile großen Raum ein. Die Kernaufgabe der Feuerwehr, das Löschen von Bränden, wurde intensiv im Hinblick auf die Gebäudebrandbekämpfung geschult. Zudem wurden die neuen Atemschutzgeräteträger zu auftretenden Notsituationen im Atemschutzeinsatz sensibilisiert. Eine Übung zu Erstmaßnahmen im Gefahrguteinsatz sowie eine Vielzahl von Stationsausbildungen rundeten die Lehrgänge ab. So bekamen die künftigen Atemschutzgeräteträger beispielsweise wertvolle Informationen zur Handhabung von Atemschutzgeräten und Wärmebildkameras, zu Atemfiltern und tragbaren Leitern, ehe in der Abschlussprüfung das Wissen abgefragt wurde.

Kreisbrandmeister Michael Brandl zeigte sich nach dem Neustart zufrieden: „Ich freue mich sehr, dass wir 32 neue Atemschutzgeräteträger auf hohem Niveau ausbilden konnten. Mein Dank gilt den Teilnehmern sowie den Ausbildern für ihr tolles Engagement. Ich bin optimistisch, dass wir unter Berücksichtigung der notwendigen Hygienemaßnahmen nach der Pause in den Sommerferien den Lehrgangsbetrieb wieder aufnehmen und weitere Atemschutzgeräteträger ausbilden können.“