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Internationale Feuerwehrfreundschaft - Ehrungen für Saaldorfer Feuerwehrleute in Budapest
Di, 05.09.2017

Siebzehn Jahre währt nun schon die Freundschaft zwischen der Feuerwehr Saaldorf im Berchtesgadener Land und der Feuerwehr Kövágóörs aus der Region Veszprem in Ungarn. Damals wurde das ehemalige Löschgruppenfahrzeug der Saaldorfer Wehr den ungarischen Kollegen überlassen. Von diesen wird das bis heute im Einsatz befindliche Fahrzeug gehegt und gepflegt. Es stellt auch mit inzwischen 45 Jahren Laufzeit nach wie vor eine wichtige Säule für die Sicherheit in der gesamten Region dar.

Da sich nach der Übergabe des Autos schnell freundschaftliche Verbindungen zwischen den beiden freiwilligen Feuerwehren einstellten, wurde die Partnerschaft im Jahre 2002 auch durch einen Vertrag besiegelt. Einige Saaldorfer wurden zu Ehrenmitgliedern der ungarischen Wehr ernannt. Auch die Gemeinde Kövágóörs und die Gemeinde Saaldorf-Surheim wurden zu Partnergemeinden. Bei den Saaldorfer Kameraden ist der jährliche Besuch in Ungarn und natürlich auch der Gegenbesuch aus Kövágóörs inzwischen zu einem festen Baustein im Jahresverlauf geworden.

Heuer hatten die ungarischen Freunde auch einen dreitägigen Aufenthalt in Budapest organisiert. Die fünfzehnköpfige bayerische Reisegruppe war begeistert von der beleuchteten Silhouette der Donaumetropole, die sie bei einer abendlichen Schifffahrt genießen durften. Nach einer Stadtrundfahrt, bei der den Besuchern die über 1000jährige Geschichte des ungarischen Volkes und die Unterschiede zwischen den beiden Stadtteilen Buda und Pest erläutert wurde, lud der ungarische Feuerwehrverband zu einem gemeinsamen Mittagessen inmitten der traumhaften Kulisse der Hauptstadt ein, bevor es bei hochsommerlichen Temperaturen mit einer Führung durch das beeindruckende und symbolträchtige Parlamentsgebäude von 1896 weiterging. Am dritten Tag stand der Besuch der Zentrale des ungarischen Katastrophenschutzverbands und des Feuerwehrverbands auf dem Programm.

Die Saaldorfer Delegation wurde von mehreren hochrangigen Vertretern begrüßt.

Brigadegeneral Dobson Tibor hob dabei die gemeinsamen Ziele der Feuerwehren Europas hervor, die sich für die Sicherheit der Bürger einsetzten. Dabei sei es ihm ein wichtiges Anliegen, dass jedes Dorf in Ungarn eine Kirche, eine Schule und eine Feuerwehr besitze, da die Wehren auch eine wichtige Säule für den Zusammenhalt in den Dörfern darstellten.

Als Dank für die siebzehnjährige Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren Saaldorf und Kövágóörs überreichte er Kommandant Matthias Nutz, Ehrenkommandant Georg Wallner und dem 2. Vorstand Vinzenz Moosleitner die Ehrenmedaille für besonders herausragende Verdienste um internationale Verbindungen. Diese ist die höchste Auszeichnung, die der ungarische Katastrophenschutzverband ins Ausland vergeben kann.

Auch Kelemen Zsolt, Vizepräsident des ungarischen Feuerwehrverbandes, empfing die Besucher herzlich. Er hob das große Interesse der Ungarn an der intereuropäischen Feuerwehrfreundschaften hervor. So könne man voneinander und miteinander lernen und Kameradschaft auch über Kulturgrenzen hinweg erleben. In diesem Zusammenhang stellte er den bayerischen Feuerwehrleuten auch die kleine Delegation aus Transsilvanien in Rumänien vor, die sich derzeit ebenso in Budapest aufhielt. Mit einem Film und einem Tätigkeitsbericht wurden den Saaldorfern die zahlreichen und vielfältigen Einsätze und Tätigkeiten geschildert, die der Katastrophenschutzverband und die Feuerwehr in Budapest im Jahr 2016 zu leisten hatte. Dabei stehen neben 1100 Feuerwehrleuten auch 400 freiwillige Katastrophenhelfer in Budapest zur Verfügung. Im ganzen Land kann im Ernstfall auf 30.000 freiwillige Helfer zurückgegriffen werden. Im Anschluss wurde die Gruppe durch das Haus geführt in dem neben dem neben den beiden Verbänden auch die Berufsfeuerwehr des 8. Bezirks von Budapest untergebracht ist.

Kommandant Matthias Nutz dankte den Ungarn für die freundliche Aufnahme in Budapest und für das umfassende Rahmenprogramm. Es stelle eine Fortsetzung der Herzlichkeit dar, die die Saaldorfer Feuerwehrleute Jahr für Jahr bei der Partnerfeuerwehr in Kövágóörs erleben dürften. Er überreichte Brigadegeneral Dobson Tabor und dem Leiter des Stützpunkts in Budapest Oberstleutnant Dr. Györfi Gábor die Saaldorfer Statue des Heiligen Florian als Schutzpatron der Feuerwehren. Auch dem Kommandanten Gergö Szabó und seiner Frau Krisztina Szabó-Benkö sprach er Dank und Anerkennung für deren Mühen um die Organisation des diesjährigen Aufenthalts sowie die vielen Dolmetschertätigkeiten aus.

Auch Lajos Szabò, Präsident der freiwilligen Feuerwehr Kövágóörs, bedankte sich bei den Kollegen aus Budapest für die Würdigung der Freundschaft und lud die bayerischen Feuerwehrler nun zu einigen gemeinsamen Tagen nach Kövágóörs ein.

Bei Weinproben und einem bayerischen Abend mit Musik und Liedern wurde die gemeinsame Zeit genossen und die bayerisch-ungarische Kameradschaft gepflegt.

Feuerwehr Saaldorf

. Im Vordergrund von links: 1. Kommandant Matthias Nutz, Brigadegeneral Dobson Tibor, Oberstleutnant Dr. Györfi Gábor, Ehrenkommandant Georg Wallner, 2. Vorstand Vinzenz MoosleitnerFahrzeug des ungarischen Katastrophenschutzverbands und das Mehrzweckfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Saaldorf1. Kommandant Matthias Nutz überreicht Brigadegeneral Dobson Tibor den Hl. Florian der Saaldorfer WehrDie Saaldorfer Reisegruppe auf dem Heldenplatz in BudapestUngarisches Parlamentsgebäude bei Nacht

Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Berchtesgadener Land e.V. · Hallgrafenstraße 31 · D-83435 Bad Reichenhall